1. Optisch erinnern die Blätter von Liebstöckel an die Blätter von Staudensellerie. Ebenso ähnlich ist der Geruch von Liebstöckel, aber im Vergleich zu Sellerie intensiver und würziger, leicht bitter und lieblich zugleich. Wegen dem kräftigen Aroma wird Maggikraut als würzendes Kraut in vielen Suppen, Eintöpfen und deftigen Fleischgerichten verwendet. Aber auch Liebstöckelsamen finden Verwendung in der Küche. So werden beispielsweise die Samen während der Herstellung von Käse als natürlicher Aromageber hinzugefügt, oder wie Kümmel in Brot oder Brötchen verbacken.
2. Liebstöckel ist ein ausgezeichnetes Würzkraut für viele deftige Speisen sowie für Fleischgerichte wie Tafelspitz, Geflügel und Fisch. Das Kraut harmoniert ganz hervorragend mit Knoblauch.
3. Für die Zubereitung in warmen Speisen empfiehlt es sich das Kraut erst gegen Ende des Kochens hinzuzufügen, da das Kraut sonst einiges von seinem kräftigen Aroma einbüßt. Zum Kochen können sowohl getrocknete als auch frische Blätter verwendet werden.
4. Getrocknete Liebstöckelkräuter sollten immer gut verschlossen sein. Gut geeignet sind Gläser mit luftdichtem Verschluss. Die Kräuter sind am besten kühl und trocken aufzubewahren und vor direktem Sonnenlicht zu schützen.
5. Liebstöckel soll bei Verdauungsbeschwerden helfen. Zudem kann man aus der Frucht und den Wurzeln ein ätherisches Öl gewinnen, das bei Harnwegsinfekten helfen soll. Auch gegen Nierensteine soll dieses Öl helfen. Volkstümlich wird Liebstöckel auch als schleimlösendes Mittel bei Erkältungen eingesetzt. Dass man aus ihm einen Liebestrank brauen kann, ist dagegen wohl nur ein Gerücht.